Haeufig gestellte Fragen
Antworten auf die gaengigsten Fragen zu Trusts, die von der Schweiz aus verwaltet werden, zur Rolle des Trustees und zu den Dienstleistungen von Montaigne Trust.
Allgemeines
Was ist ein Trust?
Ein Trust ist eine rechtliche Vereinbarung, bei der eine Person (der Settlor) Vermoegenswerte auf eine andere Person oder Einrichtung (den Trustee) uebertraegt, die diese zugunsten Dritter (der Beguenstigten) haelt und verwaltet. Der Trustee ist rechtlich verpflichtet, die Vermoegenswerte gemaess den Bestimmungen der Trust-Urkunde und im Interesse der Beguenstigten zu verwalten.
Was ist ein Schweizer Trustee?
Ein Schweizer Trustee ist eine professionelle Einrichtung, die gemaess dem Finanzinstitutsgesetz (FINIG) zur Ausuebung der Trustee-Taetigkeit zugelassen ist. Schweizer Trustees unterliegen der FINMA-Aufsicht und muessen strenge Anforderungen in Bezug auf Compliance, Governance und Geldwaeschereibekaempfung erfuellen.
Gibt es ein Schweizer Trust-Gesetz?
Nein, die Schweiz verfuegt nicht ueber ein eigenes Trust-Gesetz vergleichbar mit Common-Law-Jurisdiktionen. Die Schweiz anerkennt jedoch auslaendische Trusts durch das Haager Uebereinkommen ueber das auf Trusts anzuwendende Recht und ueber ihre Anerkennung (1985). Von der Schweiz aus verwaltete Trusts unterliegen daher dem Recht einer auslaendischen Jurisdiktion (Jersey, Guernsey, Cayman Islands, Neuseeland usw.).
Warum die Schweiz fuer die Trust-Verwaltung waehlen?
Die Schweiz bietet eine einzigartige Kombination aus politischer und wirtschaftlicher Stabilitaet, regulatorischer Disziplin, erstklassiger Bankinfrastruktur, gesetzlich geschuetzter Vertraulichkeit und internationaler Vernetzung. FINMA-lizenzierte Trustees bieten eine zusaetzliche Ebene an Glaubwuerdigkeit und Verantwortlichkeit.
Strukturen & Governance
Was ist der Unterschied zwischen einem Ermessenstrust und einem festen Trust?
Bei einem Ermessenstrust hat der Trustee die Befugnis, ueber Ausschuettungen an die Beguenstigten zu entscheiden. Bei einem festen Trust sind die Rechte der Beguenstigten in der Trust-Urkunde vorbestimmt. Die Wahl haengt von den Familienzielen, dem gewuenschten Mass an Flexibilitaet und steuerlichen Ueberlegungen ab.
Was ist eine Private Trust Company (PTC)?
Eine Private Trust Company ist eine Gesellschaft, die eigens gegruendet wird, um als Trustee eines oder mehrerer Familien-Trusts zu fungieren. Sie ermoeglicht es Familien, staerker an der Governance des Trusts beteiligt zu sein, waehrend ein strukturierter Rahmen beibehalten wird. PTCs werden haeufig fuer groessere Vermoegen eingesetzt, die massgeschneiderte Governance erfordern.
Was ist der Unterschied zwischen einem widerruflichen und einem unwiderruflichen Trust?
Ein widerruflicher Trust kann vom Settlor zu Lebzeiten geaendert oder aufgeloest werden. Ein unwiderruflicher Trust kann im Allgemeinen nicht ohne Zustimmung der Beguenstigten oder des zustaendigen Gerichts geaendert werden. Unwiderruflichkeit bietet in der Regel besseren Vermoegensschutz, aber weniger Flexibilitaet.
Was ist ein Protector und welche Rolle hat er?
Der Protector ist eine unabhaengige Person oder Einrichtung mit bestimmten vorbehaltenen Befugnissen gemaess der Trust-Urkunde. Diese Befugnisse koennen die Genehmigung von Ausschuettungen, den Wechsel des Trustees, die Aenderung des anwendbaren Rechts oder die Hinzufuegung von Beguenstigten umfassen. Der Protector bietet eine zusaetzliche Aufsichtsebene.
Praktische Aspekte
Wie viel kostet die Errichtung eines Trusts in der Schweiz?
Die Gebuehren haengen von der Komplexitaet der Struktur, der Anzahl der beteiligten Jurisdiktionen, der Art des Trusts und den betroffenen Vermoegenswerten ab. Die Strukturierungsgebuehren umfassen in der Regel die Erstellung der Trust-Urkunde, die Einrichtung der Governance-Vereinbarungen und das regulatorische Onboarding. Eine vertrauliche Beurteilung ermoeglicht es uns, Ihnen einen auf Ihre Situation zugeschnittenen Kostenvoranschlag zu erstellen.
Wie lange dauert die Errichtung eines Trusts?
Der typische Zeitrahmen reicht von einigen Wochen bis zu mehreren Monaten, abhaengig von der Komplexitaet. Faktoren, die den Zeitrahmen beeinflussen, sind: die Anzahl der Jurisdiktionen, die Art der Vermoegenswerte, KYC/AML-Pruefungen, die Eroeffnung von Bankkonten und die Erstellung der Governance-Dokumente.
Welche Dokumente sind fuer die Errichtung eines Trusts erforderlich?
Typischerweise erforderliche Dokumente umfassen: Ausweisdokumente und Adressnachweise fuer den Settlor und die Beguenstigten, Dokumentation zur Herkunft der Mittel, Kontoauszuege oder Vermoegensbewertungen sowie Informationen zur Familienstruktur. Die genaue Liste haengt von der Komplexitaet der Situation und den geltenden regulatorischen Anforderungen ab.
Wie funktioniert die CRS/FATCA-Berichterstattung fuer einen Trust?
Von der Schweiz aus verwaltete Trusts unterliegen den Meldepflichten des CRS (Common Reporting Standard) und FATCA (Foreign Account Tax Compliance Act). Der Trustee ist verantwortlich fuer die Erhebung der Informationen, die Klassifizierung des Trusts und die fristgerechte Uebermittlung der Meldungen an die zustaendigen Behoerden.
Kann man den Trustee wechseln?
Ja, ein Trustee-Wechsel ist durch einen strukturierten Prozess moeglich. Dies umfasst typischerweise die Pruefung der Trust-Urkunde, die Koordination zwischen dem abgehenden und dem neuen Trustee, die Uebertragung von Vermoegenswerten und Dokumenten sowie die Aktualisierung der Bankbeziehungen. Montaigne Trust unterstuetzt Familien regelmaessig bei dieser Art von Uebergang.
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